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Medion Geschäftsmodell aufgegangen 19.12.2002
Bluebull
Nach Ansicht der Experten von "Bluebull" ist Medion (WKN 660500) eines der wenigen Unternehmen am Neuen Markt, deren Geschäftsmodell aufgegangen ist.
Reichlich oft schon hätten Stimmen gemurrt, das Potential Medions sei begrenzt, der Markt nähere sich der vollständigen Sättigung, die Abhängigkeit von einzelnen Großabnehmern sei zu stark und so weiter und so fort. Allen Unkenrufen zum Trotz lege das Unternehmen, das sich darauf spezialisiert habe, das Warensortiment von Lebensmittel-Discountern, Kaffeeröstern und SB-Verbrauchermärkten um Technologieartikel zu erweitern, jedes Quartal aufs Neue wieder eine solide Erfolgsbilanz vor. 1983 gegründet sei das Unternehmen 1999 an den Neuen Markt gekommen. 56 Prozent des Unternehmens seien in der Hand des Managements, der Rest sei Free Float. Medion beschäftige etwa 780 Mitarbeiter. Nach T-Online sei Medion in Bezug auf die Marktkapitalisierung das größte Unternehmen am Neuen Markt.
Ein wenig beunruhigend sei es schon, dass Forderungen und Vorräte derzeit zusammengenommen über 760 Millionen Euro und damit mehr als 90 Prozent der Bilanzsumme ausmachen würden. Solche Zahlen seien allerdings bei Medion nichts Ungewöhnliches: Auch im vergangenen September seien 630 Millionen Euro, und damit ebenfalls mehr als 90 Prozent der Bilanzsumme von 670 Millionen Euro hier verbucht worden. Im Verhältnis zum Vorjahr ebenfalls unverändert geblieben sei auch die Eigenkapitalquote mit etwa 38 Prozent. Nach dem ersten Halbjahr 2002 habe man der Medion-Bilanz noch absolute Gesundheit attestieren gedurft: 126,2 Millionen Euro liquide Mittel, 297 Millionen Euro Forderungen und Vorräte, 463 Millionen Euro Bilanzsumme. Um die Liquidität sei es nicht immer so bestellt gewesen: Ende 2000 seien nur noch knapp über eine Million Euro in der Kasse gewesen, seitdem gehe es hier allerdings deutlich aufwärts.
Auch die Medion-Aktie habe in den letzten Jahren ihre Höhen und Tiefen durchgemacht - das Papier reagiere hoch sensibel auf Tagesaktualitäten, erhole sich allerdings um so schneller auch wieder davon. Nach kräftigen Einbrüchen sei die Medion-Aktie in den letzten zwei Jahren immer zumindest ein kurzfristiges Schnäppchen gewesen. Summa summarum habe das Papier in dieser Zeit ein Drittel seines Werts verloren. Die maximale Schwankungsbreite liege zwischen 27 und 61 Euro. Trotz einiger Ausflüge nach unten, kristallisiere sich die Marke von 35 Euro derzeit als ein vorläufiger Haltepunkt des Kurses heraus. Medion sei übrigens eines der sehr wenigen Unternehmen, die noch über ihrem Ausgabekurs notieren würden.
Irgendwann würden natürlich die kritischen Stimmen Recht bekommen, die sagen würden, es habe sich ausexpandiert bei Medion. Zugegebenermaßen würden die Umsatzzuwächse zu einem großen Teil aus sich verstärkendem Auslandsgeschäft resultieren. Medion wachse also nicht marktintern.
Dennoch: Medion ist eines der wenigen Neuer-Markt-Unternehmen, deren Geschäftsmodell aufgegangen ist, so die Experten von "Bluebull". Empfindliche Einbrüche seien allein auf Grund der Mittlerweile erreichten Größe und Diversifikation des Unternehmens nicht so sehr zu befürchten.
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